
Besonders spannend: Trotz massiv wachsender Datenvolumen, Cloud-Nutzung und digitaler Services ist der Stromverbrauch der Schweizer Rechenzentren nur moderat gestiegen – um 18 % auf rund 2.1 TWh bzw. 3.6 % des nationalen Stromverbrauchs. Der Anstieg liegt damit klar unter früheren Erwartungen. Ein zentraler Grund dafür sind bereits realisierte Effizienzgewinne, die den Verbrauch deutlich gedämpft haben – Schätzungen zufolge um 20–40 %.
Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die Verlagerung von unternehmensinternen Serverräumen in professionelle Colocation- und Cloud-Infrastrukturen. Was auf den ersten Blick wie reines Wachstum wirkt, ist in vielen Fällen eine Konsolidierung: höhere Auslastung, effizienterer Betrieb und deutlich geringere Energieverluste.
Gleichzeitig bleibt das Energieeffizienzpotenzial mit rund 0.8 TWh erheblich. Genau hier lag auch unsere Rolle im Rahmen der Studie: die Analyse und Einordnung der verbleibenden Effizienzpotenziale in Infrastruktur.
Der Blick nach vorne zeigt: Bis 2030 wird je nach Szenario ein weiterer Anstieg auf rund 2.5 bis 3.2 TWh erwartet. Damit wächst die Bedeutung von Effizienz und Standortentscheidungen weiter, bleibt aber klar im Rahmen der digitalen Transformation der Schweizer Wirtschaft.
Unser Fazit: Digitalisierung und Energieeffizienz sind kein Widerspruch. Entscheidend wird nun sein, die identifizierten Potenziale konsequent zu analysieren und umzusetzen. Ein Thema, an dem wir weiterhin aktiv arbeiten.
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