Foto: Jan Brantjes, NEXT
Fast Facts
challenges
Für den Bau dieses energieeffizienten Rechenzentrums der neuesten Generation waren eine präzise technische Planung und eine eng abgestimmte Projektausführung entscheidend.
Die besondere Herausforderung beim Campus ZRH2 bestand darin, modernste Kühl- und Energieversorgungssysteme auf höchstem Sicherheits- und Verfügbarkeitsniveau zu realisieren und gleichzeitig ambitionierte Nachhaltigkeitsziele zu erfüllen.
Das Projekt erforderte die Koordination eines internationalen Teams mit unterschiedlichen kulturellen und technischen Hintergründen sowie eine intensive Abstimmung zwischen Bauherr, Totalunternehmer, Fachplanern und ausführenden Gewerken. Aufgrund der komplexen Anforderungen waren eine enge Abstimmung zwischen den Gewerken sowie interdisziplinäres Fachwissen entscheidend.
Die Integration komplexer HLKKS-Systeme mit N+1- bzw. N+2-Redundanz, Gebäudeautomation, Elektro und Architektur musste reibungslos erfolgen, um einen störungsfreien Betrieb sicherzustellen. Herausfordernd war zudem die enge Terminplanung vom Baustart 2022 bis zur Übergabe 2024, die keine Verzögerungen zuliess. Gleichzeitig galt es, innovative Konzepte wie Free-Cooling, Wärmerückgewinnung und eine nahezu wasserfreie Kühlung umzusetzen, um höchste Energieeffizienz und langfristige Betriebssicherheit zu erreichen.
SOLUTIONS
Eine leistungsstarke und nachhaltige Rechenzentrumsinfrastruktur entsteht durch modernste Technologien, klare Prozessführung und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Der Campus ZRH2 nutzt hocheffiziente Kältesysteme mit Kältemaschinen, geschlossenen Wasserkreisläufen und CRAH-Einheiten. Redundante Kühlkreisläufe, optimierte Luftführung und Free-Cooling sichern die Versorgung der IT-Leistung von 24 MW (Endausbau) bei gleichzeitig maximaler Energieeffizienz. Ergänzend ermöglichen Wärmepumpen die Rückgewinnung und Nutzung der Abwärme für Gebäude und Umgebung – ein Schlüsselelement zur Reduktion des CO₂-Ausstosses.
Durch eine strukturierte BIM-gestützte Planung, eng verzahnte Fachkoordination sowie eine klare Steuerung der technischen Lieferketten konnten anspruchsvolle Schnittstellen erfolgreich gemeistert werden. Modernste Gebäudetechnik und intelligente Automationssysteme tragen zu einem energieoptimierten Betrieb bei. Die Wassernutzung wurde dank neuester Kühldesigns auf nahezu null reduziert. Damit erfüllt das Rechenzentrum höchste Anforderungen an Nachhaltigkeit, Redundanz und Betriebssicherheit und schafft die Grundlage für den Netto-Null-Ansatz des Betreibers.





