Fast Facts


challenges
Für die Versorgung eines neuen Stadtgebiets mit nachhaltiger Wärme- und Kälteenergie ist eine hochkomplexe technische Infrastruktur notwendig. Die besondere Herausforderung besteht darin, ein funktionales Zweckgebäude zu schaffen, das den optimalen Betrieb der Anlagen gewährleistet und zugleich höchste Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllt.
Die Energiezentrale umfasst im Endausbau sechs reversible Wärmepumpen sowie vier grosse Speicheranlagen und diverse Pumpensysteme mit einer Gesamtleistung von 40 MW Wärmeleistung. Ammoniak (NH₃) wird als natürliches Kältemittel eingesetzt, was hohe Anforderungen an den Sicherheitsstandard stellt. Ebenso sind die Koordination mit bestehenden und neuen Werkleitungen auf dem Areal sowie die effiziente Einbindung in das Anergienetz entscheidend, um den Anteil erneuerbarer Energien zu maximieren und den Energieverbrauch zu minimieren.
SOLUTIONS
Eine wirtschaftliche und nachhaltige Energieversorgung kann nur durch modernste Technologien und ein ganzheitliches Planungskonzept erreicht werden. Die Interdisziplinarität umfasst ein Zwecksgebäude, das nicht nur das Raumvolumen optimiert, sondern auch optimale Rahmenbedingungen für die Technik ermöglicht.
Die Energiezentrale setzt deshalb auf reversible Wärmepumpen mit Ammoniak, die sowohl Wärme als auch Kälte bereitstellen und mehr als 90 % erneuerbare Energie ermöglichen. An sehr kalten Wintertagen kommen Zweistoffbrenner zum Einsatz – mit dem Ziel, fossile Energieträger auf ein Minimum zu reduzieren.
Das hydraulische Gesamtkonzept wurde so ausgelegt, dass Kälte- und Wärmeproduktion optimal abgestimmt sind und ein effizienter Anlagenbetrieb gewährleistet ist. Durch sorgfältige Materialwahl, eine durchdachte Gebäudekonstruktion und getrennte technische Systeme entsteht ein langlebiges, wartungsarmes Infrastrukturgebäude.
Die kooperative Planung der Fernwärme- und Fernkälteleitungen sowie die Einbindung in das städtische Anergienetz stellen eine zukunftsfähige Energieversorgung sicher. Dies erfolgt im Einklang mit den Zielen der «2'000‐Watt‐Gesellschaft» und der nachhaltigen Entwicklung der Stadt Zürich.





