
Wie lässt sich der steigende Kühlbedarf in AI-Rechenzentren nachhaltig lösen? Mit dem Start-up Thermal Transformer AG arbeiten wir an einer möglichen Antwort für die Nutzung von Abwärme.
Die aktuelle BFE-Studie zeigt: Der Stromverbrauch von Rechenzentren wächst in der Schweiz moderat und deutlich effizienter als oft angenommen. Dennoch bleibt die Weiterentwicklung der Energieeffizienz ein zentrales Thema: Ein signifikanter Anteil des Stromverbrauchs entfällt bereits heute auf Kühlung, während gleichzeitig grosse Mengen an Niedertemperatur-Abwärme ungenutzt bleiben. Genau hier setzt Thermal Transformer an.
Die Technologie basiert auf einer wärmegetriebenen Adsorptionskältemaschine, die Abwärme im Bereich von ca. 45–95 °C direkt in nutzbare Kälte umwandelt. Damit wird Kühlung teilweise von elektrischer Energie entkoppelt und bestehende Abwärmeströme werden produktiv genutzt. Das Resultat ist eine deutlich reduzierte elektrische Last für die Kühlung und eine bessere Gesamtenergieeffizienz von Rechenzentren.
Gemeinsam entwickeln wir konkrete Integrationskonzepte für Data Center, definieren Einsatzgrenzen und arbeiten an der technischen Umsetzung in realen Infrastrukturen. Unsere Aufgabe liegt dabei insbesondere in der Systemintegration, der Auslegung und der Überführung in betriebsfähige Gesamtlösungen zusammen mit den Betreibern.
Aktuell entsteht ein 10-kW-Demonstrator. Mit Thermal Transformer arbeiten wir daran, aus einem Forschungsansatz eine technisch belastbare Lösung für die nächste Generation von Rechenzentren zu entwickeln und einen wesentlichen Beitrag zur Effizienzsteigerung zu leisten.
Wie verändert sich die Architektur von Rechenzentren, wenn Abwärme selbst Teil des Kühlsystems wird? Wir sind gespannt!